Donnerstag, 11. März 2010

Schokoladig. Schokoladiger. Pralinenclub.

Süßigkeiten und Schokolade gehen immer. Das zeigte nicht zuletzt die Internationale Süßwaren-Messe in Köln. Über 32 500 Fachbesucher aus 150 verschiedenen Ländern, allesamt auf der Suche nach den neusten Leckereien und Naschereien. Eine wahre Gourmetreise. 1593 Aussteller aus 65 Ländern frohlockten mit ladenverkaufsfertigen Süßwarenartikeln aus den Sortimentsbereichen Kakao, Schokolade und Schokoladenerzeugnisse, Backwaren, Knabberartikel, Süßwaren, Zuckerwaren, Eiscrème und Rohmassen. Die Messe ist ein Muss für exportierende Süßwarenhersteller. Die ISM ist die ideale Plattform, um die neusten Trends, die neusten Produkte und die neusten Perspektiven vorzustellen, zu entdecken und zu diskutieren. Zum Beispiel auch darüber, dass aufgrund von Rekordpreisen für Kakao die Schokolade teurer geworden ist.
Mitten ins Volk haben sich auch Klaus und Frank für einige Tage gemischt. Natürlich rein beruflich. „Wir treffen hier jedes Jahr immer wieder einige unserer Chocolatiers, die hier kleine, aber natürlich die schönsten Stände mit den leckersten Pralinen haben“, schwärmt Klaus. „Die Treffen mit unseren vielen Chocolatiers, das Fachsimpeln untereinander, das Einschätzen von Pralinentrends und das Austauschen von Rezepten und Fertigungstipps macht wirklich immer wieder Spaß.“
Auf der ISM haben sie abermals schokoladige Eindrücke aus aller Welt gewonnen. „Interessant sind auch die Präsentationen der Herkunftsländer von Kakao, die oft im Verbund auftreten“, erzählt Frank. Wo die Pralinenclubgründer schon einmal vor Ort waren, haben sie auch direkt die Jahresurkunde für das „Praliné des Jahres“ „Mac Knusper“ von Matthias Meier übergeben. Gleichzeitig konnten die beiden Naschkatzen die neuesten Kreationen probieren – also doch! „Ich fand ein Vollmilch Praliné mit einem Kern aus Weißem Mousse interessant, das leicht mit Waldbeeren abgeschmeckt wird interessant“, macht Klaus ganz neidisch. Vielleicht haben wir hier ja schon die Praline des Frühjahrs gefunden…

Die Süßwarenbranche ist bunt und lebendig, überall gibt es was zum Probieren. So auch die erste Schokoladentafel, die zuckerreduziert ist, weil bei ihr ein natürlicher Süßstoff verwendet wurde, der aus den Blättern der Steviapflanze gewonnen wird. Allerdings stößt man auf der ISM auch auf Kuriositäten wie eine Schokolade zum Inhalieren. Ein französischer Hersteller hat nach Angaben der Koelnmesse eine Schokolade zum Einatmen erfunden. Mit einem Atemzug würden Hunderte winziger Schokopartikelchen inhaliert und sorgten so für einen kalorienfreien Genuss. Eine Firma aus dem Münsterland präsentiert eine Praline mit einer Füllung aus „Kölnisch Wasser“. Die Trüffelmasse enthält Zutaten wie Bergamotte, Zitrone und Orange - genau wie das berühmte Parfum. Die Fruchtgummis eines Schweizer Unternehmens sollen nach Knoblauch oder Zigaretten riechenden Atem geruchsneutral machen. Ob Schoko-Sushi oder Schoko-Burger - die Süßigkeitenhersteller denken sich immer neue Sachen aus, um die Geschmacksnerven der Verbraucher zu stimulieren. „Interessant fanden wir auch die neuen Pralinendekorationen, die das Pralinengenießen noch lebendiger machen“, so Klaus. Und abends? Da haben sich die Pralinenclubgründer ein gemütliches Beisammensein mit den Chocolatiers gegönnt – natürlich bei einem Kölsch.

Freitag, 12. Februar 2010

Schoko-Sushi und Anti-Stress-Pralinen

Die Internationale Süßwarenmesse ISM Cologne läuft vom 31. Januar bis Mittwoch, 3. Februar), in den Kölner Messehallen. Rund 1500 Unternehmen aus 66 Ländern stellen den Fachbesuchern ihre Neuheiten zum Naschen und Knabbern vor.
Darunter befinden sich auch extravagante Entwicklungen wie Schokolade zum Inhalieren, Marzipan mit Prosecco-Aroma oder Schoko-Sushi. Gleichzeitig findet die Zuliefermesse ProSweets Cologne statt, die in diesem Jahr mit 325 Anbietern aus 30 Staaten einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnet.
In den kommenden Monaten müssen sich Verbraucher in Deutschland auf höhere Preise für Süßigkeiten einstellen. Hintergrund sind die von Branchenexperten erwarteten weiteren Preissteigerungen bei wichtigen Rohstoffen wie Kakao und Getreide. Im vergangenen Jahr sind die Preise für Süßwaren bereits um ein Prozent gestiegen.
In Deutschland konsumierten Verbraucher den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 30,12 Kilogramm Süßigkeiten pro Kopf. Das ließen sie sich im Schnitt 118,83 Euro kosten, etwa 0,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Montag, 11. Januar 2010

Schokoladenhai

Der Schokoladenhai (Dalatias licha) gehört innerhalb der Haie (Selachii) zur Familie der Dalatiidae und stellt die einzige Art der Gattung Schokoladenhaie (Dalatias) dar. Der Schokoladenhai erreicht eine Körperlänge von durchschnittlich 1,20 Metern, kann in Einzelfällen jedoch bis zu 1,80 Meter lang werden. Er ist sehr schlank gebaut, sein Körper ist sowohl auf dem Rücken als auch an den Flanken und der Bauchseite tiefbraun, manchmal auch leicht violett oder schwarz gefärbt, nur der Bereich um das Maul ist weiß.
Der Hai besitzt zwei auffällige Rückenflossen, die jedoch keine Flossendornen aufweisen, die hintere Rückenflosse ist zudem größer als die vordere. Die Brustflossen sind relativ klein, die Bauchflossen dagegen auffällig groß ausgebildet, eine Analflosse fehlt. Die Schwanzflosse besteht aus zwei Teilen (Lobi) und ist asymmetrisch, mit einem sehr kurzen unteren und einem großen oberen Lobus, der zudem einen großen Endlappen trägt.
Die Schnauze ist sehr kurz ausgebildet und das Maul erscheint von unten betrachtet geradlinig. Die großen Zähne des Unterkiefers bilden eine sägenähnliche Struktur und sind jeweils dreispitzig. Die Oberkieferzähne haben nur eine Spitze und sind deutlich kleiner, lang und gebogen. Auffällig sind die sehr großen Augen und Nasengruben. Auch das Spritzloch ist ziemlich groß ausgebildet. Die fünf Kiemenspalten liegen alle parallel vor dem Ansatz der Brustflosse.
Der Schokoladenhai ist in den warmen Meeren sehr weit verbreitet. Das Hauptverbreitungsgebiet liegt im Ostatlantik von der schottischen Küste bis hinunter nach Marokko und vor die Azoren. Er lebt zudem im Indischen Ozean und im Stillen Ozean und kann vor den Küsten Südostafrikas, Australiens, Japans und Neuseelands regelmäßig angetroffen werden. Außerdem findet man ihn im Mittelmeer, hier vor allem in der Ägäis, und als Irrgast auch in der Nordsee.Er hält sich im Normalfall in Tiefen zwischen 90 und 1200 Metern auf, dabei vor allem im Bereich von 300 bis 700 Metern.
Der Schokoladenhai ernährt sich - nicht wie man es von seinem Namen her denkt von Schokolade - von verschiedenen Knochenfischen und kleineren Haien, außerdem von Krebstieren, Kopffüßern und anderen wirbellosen Tieren. Auch geht er an Aas größerer Tiere.
Eine Gefährdung für den Menschen geht von diesem vergleichsweise kleinen Hai nicht aus. Er wird wirtschaftlich nicht intensiv genutzt, obwohl er gelegentlich in die Schleppnetze der Fischer gerät und dann, vergleichbar mit dem sehr ähnlichen Portugiesenhai (Centroscymnos coelolepis) als Speisefisch (meist gesalzen und gepökelt) oder Lederlieferant genutzt wird.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Eine süße Verführung – die Bockbier-Praline

„Bockbier-Pralinen“ – der Begriff löst beim ersten Mal hören keinen großen Hunger aus. Aber, so schwört die Erfinderin, sie hat es in sich. Bockbier-Praline ist die neueste Pralinen-Kreation der Alsfelderin Birgit Günther: Die Konditor-Meisterin bietet ab sofort Bockbier-Pralinen an, die mit dem dunklen Bier der Alsfelder Brauerei und einem Brand aus der Schlitzer Kornbrennerei „verfeinert“ sind. Grundlage der süßen Versuchung ist entweder eine Trüffelmasse aus Sahne und Kuvertüre oder eine Marzipanmasse, in die jeweils Bockbier und Bier-Brand eingerührt werden. Die Masse wird dann in Schokoladen-Hohlkörper abgefüllt, die noch verziert werden - unter anderem mit einem kleinen Schokoladen-Logo, das im Siebdruck-Verfahren mit Lebensmittelfarbe bedruckt wurde.
Die Idee für die neue Praline, die neben den mittlerweile bekannten Kreationen wie „Kopfsteinpflaster“ oder „Rathaus-Aktie“ angeboten wird, hatten übrigens Birgit Günthers Schwester Cornelia sowie Brauerei-Mitarbeiterin Susanne Schellhaas. Beide waren auch bei dem Prozess dabei. Die „Bockbier-Praline“ gibt es bereits im Marktcafé und in der Konditorei Günther in der Obergasse zu kaufen. Zur Geschenkpackung gehört auch eine Flasche Knecht Ruprecht von der Alsfelder Brauerei.

Mittwoch, 11. November 2009

Mauer aus Schokolade

Der Pariser Schokolademacher Patrick Roger hat zur Feier des Mauerfalljubiläums in Deutschland eine 15 Meter lange Schokoladenmauer gebaut. Roger verarbeitete 900 Kilogramm Schokolade für das Kunstwerk, das in dreiwöchiger Arbeit entstand und am Montag „abgerissen“ werden sollte. Ein Mauerstück bekomme Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geschenkt, erklärte der Chocolatier.
Damit die Mauer echt aussieht, bemalte Roger sie mit Bildern und Sprüchen aus Kakaopulver und Lebensmittelfarbe - nach dem Vorbild der echten Graffitis an der „East Side Gallery“ in Berlin. Unter anderem ist auf der Schokomauer der berühmte Bruderkuss zwischen DDR-Staatschef Erich Honecker und dem sowjetischen Parteichef Leonid Breschnew zu sehen.
Wer kein Stück von der Schokoladenmauer abbekommt, kann sich mit einer Spraydose aus Schokolade trösten. Die Sprühdosen sind ebenfalls mit Lebensmittelfarbe verziert und stehen laut Roger für „die wiedergefundene Freiheit“ nach dem Mauerfall.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Schokoladen-Gesetze

Kein Witz: In Idaho (USA) verstößt ein Mann gegen das Gesetz, wenn er seiner Angebeteten eine Pralinenschachtel überreicht, die weniger als 50 Pfund wiegt. Klingt komisch und sehr absurd für unsere Ohren. Aber auch in Deutschland gibt es – nicht wenig - Gesetze rund um Schokolade, Kakao und Pralinen. Diese basieren auf einer gemeinsamen Grundlage mit den Gesetzen und Regelungen der Europäischen Union (EU). In Deutschland gibt es die sogenannte „Kakaoverordnung“, in der die Vorschriften zur Herstellung und zum Vertrieb von Schokoladenerzeugnissen geregelt wird. Inhalt dieser Gesetze sind z.B. Begriffsbestimmungen: Sie regeln z.B. wie viel Schokoladenanteil eine Praline enthalten muss, um diesen Namen tragen zu dürfen. Doch überwiegend liegt der Schwerpunkt der Gesetze auf der Bestimmung der Zutaten (-menge). Deutsche Schokoladenhersteller dürfen bis zu 5 % des Kakaobutteranteils durch andere pflanzliche Fette ersetzen, z.B. durch Palmfett. In Großbritannien, Irland, Dänemark, Portugal, Österreich, Finnland und Schweden war dies bereits erlaubt. Jetzt dürfen, neben Deutschland, alle EU-Länder diesen Vorteil für sich nutzen. Diese 5 % Fremdfett-Regelung hat jedoch nicht nur für Freude gesorgt: Kritiker sehen im Einsatz der sogenannten Austauschfette eine Verschlechterung der Qualität. Das Gegenargument der Regel-Befürworter lautet, dass man mit den Fremdfetten eine größere Produktvielfalt zu erwarten hätte. Damit die Endverbraucher selbst entscheiden können, auf welcher Seite sie stehen, müssen Schokoladen mit und ohne Austauschfette zu unterscheiden sein. Die Verwendung von Fremdfetten muss künftig auf Vorder- und Rückseite der Verpackung angegeben werden. Aus diesem Grund haben sich wohl die großen deutschen Schokoladenhersteller an ihre bisherigen Rezepte gehalten und ihre Kakaobutter nicht durch Austauschfette ersetzt – sie möchten, dass die Qualität ihrer Marken erhalten beleibt. Die letzte Kakaoverordnung wurde im Dezember 2003 mit dem Ziel verabschiedet, sich an die anderen EU-Länder anzugleichen. Davor galt die Vorschrift von 1975, die durch die neue Verordnung abgelöst wurde.

Mittwoch, 9. September 2009

Schokolade, die nicht schmilzt

Passend zum Hochsommer meldet der Schweizer Schokoladenkonzern Barry Callebaut, dass seine neu entwickelte hitzefeste Schokolade marktreif sein soll. Callebaut hat ein Produkt namens „Vulcano“ entwickelt. Laut der Zeitschrift „Spiegel“ schmilzt diese Köstlichkeit erst ab 55 Grad Celsius und hat nur etwa ein Zehntel der Kalorien von herkömmlichen Schokoladen. Damit ist die Schokoladensensation perfekt und der Traum von wahrscheinlich Naschkatzen ist Wirklichkeit geworden. Aber auch für die Hersteller von Schokolade ist dieses neue Produkt günstig. Das Unternehmen Barry Callebaut beliefert hauptsächslich Nestlé und Cadbury. Jetzt möchte es mit „Vulcano“ eine krokantige Eigenmarke auf den Markt bringen. Mit "Vulcano" plant der Weltmarktführer aus der Schweiz laut "Heute.at", die neuen Märkte in China und Indien zu erobern. Dort ist es natürlich von Vorteil, wenn sich die Kakao-Leckerei nicht schon bei 30 Grad Celsius verflüssigt. Schon seit hundert Jahren haben sich immer wieder verschiedene Hersteller und später deren Kunden überlegt, wie man hitzefeste Schokolade herstellen kann – bislang scheiterten alle. Die neue „Vulcaon“ genannte Schokolade von Barry Callebaut soll keinerlei Nachteile haben und sogar weitere Vorteile bieten. Bislang mussten hitzefeste Schokoladen ein Darsein als Armeeverpflegung führen, damit soll laut den Entwicklern im Schweizer Schokoladenimperium jetzt Schluss sein. Auch Barry Callebaut hat mehrere Jahre Entwicklungsarbeit investiert. Erstmals 2008 hatte man von der neuen Schokolade berichtet, jetzt liegen die Patente vor und die Schokolade ist reif für die Kunden. Und damit dürfte in Deutschland die Stimmung unter den Schokoladen-Fans steigen. Denn der Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen liegt momentan bei 11,1 Kilogramm Schokolade im Jahr. Davon entfallen 8,94 Kilogramm auf Schokolade und 2,16 Kilogramm auf kakaohaltige Lebensmittel, wie z.B. Brotaufstriche oder Pralinen. Dieser Verbrauch an Schokolade hat einen jährlichen Wert von 52,95 Euro pro Person. Rund 35 Prozent der Deutschen genießen mehrmals pro Woche Schokolade, mehr als 10 Prozent sogar täglich. Diese Zahlen dürften dank der hitzeresistenten und kalorienarmen Schokolade nicht sinken.